britische Schriftstellerin und Journalistin; gilt als Vertreterin des "magischen Realismus"; feministische Kulturkritikerin; Werke u. a.: "Nächte im Zirkus", "Die infernalischen Traummaschinen des Doktor Hoffman", "Sexualität ist Macht. Die Frau bei de Sade"
* 7. Mai 1940 Eastbourne/Sussex
† 16. Februar 1992 London
Herkunft
Angela Carter, geb. Stalker, wurde in Eastbourne, Sussex (England), geboren, wohin ihre Familie während des Krieges evakuiert worden war und wuchs in Süd-Yorkshire unter prüden Bergarbeiterfamilien, später in London auf. Ihr Vater war Journalist. Großmutter und Mutter waren Mitglieder der Labour Party und vermittelten A.C. früh sozialistisches Gedankengut.
Ausbildung
Nach Abschluß ihrer Schulausbildung und einem Zeitungsvolontariat studierte sie 1962-65 englische Literatur an der Universität Bristol und schloß dort mit dem Grad eines Bachelor of Arts ab.
Wirken
Als Romanautorin debütierte A.C. bereits 1966 mit "Unicorn" und "Shadow Dance". Mit dem folgenden Roman "The Magic Toyshop" (68; dt. 88, Das Haus des Puppenmachers; 1986 von David Wheatley nach einem Drehbuch von A.C. verfilmt), einer erotisch-surrealistischen Phantasmagorie, erregte sie bereits breites Aufsehen. Bevor sie 30 wurde, hatte sie vier Romane veröffentlicht. Ihre Vorliebe für die Fantasy-Welt des Magischen und Okkulten bestätigte sie mit dem ...